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Christoph Stokar - Kolumnen 'Schweizer Business-Knigge'

Christoph Stokar – alias der Schweizer Knigge – ist selbständiger Texter/Konzepter. In Zürich stadtbekannt sind seine Schaufensterkonzepte für die Stadelhofen-Apotheke. Er ist (Ko-)Autor verschiedener Bücher und Vater zweier erwachsener Töchter.


Nach zehn Minuten ist es vorbei: die Präsentation

Es kann jeden treffen. Nichts Grosses, nur ein paar freundliche Worte am Jahresabschlussessen mit der Firma. Eine scheidende Mitarbeiterin würdigen oder die Resultate der Projektgruppe präsentieren. 

Am Anfang steht die Idee
Bei der Präsentation der Projektarbeit ist ein grosser Teil des Inhalts gegeben. Trotzdem braucht es fürs Wie auch hier Ideen. Tragen Sie deshalb alles zusammen, was Sie zu Ihrem Thema – oder zur Person, die Sie würdigen – finden können. 

Ihre Position
Jetzt überlegen Sie sich, welche Rolle Sie einnehmen werden: Was erwarten die Zuhörer von Ihnen, was ist Ihre Aufgabe? 

Manuskript, Redekarten oder gar nichts?
Wenn Sie keine Übung im Redenhalten haben, formulieren Sie Ihre Ansprache jetzt aus. Verwenden Sie kurze Sätze. Jede Rede braucht eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss.

Jetzt gehts ans Reden
Sprechen Sie langsam und natürlich, leiern Sie nicht und betonen Sie auch nicht übertrieben. Suchen Sie Blickkontakt zum Publikum, anfangs zu Personen, die Ihnen vertraut sind, später zu allen, immer jedoch zur Kundin, zum Vorgesetzten, zum Ehrengast. Entscheidend ist nicht was, sondern wie man es sagt. 

Tipps für Präsentationen

Retour zum Flipchart!
Erinnern Sie sich noch, wie Sie letzthin während einer PowerPoint-Präsentation mit dem Einschlafen kämpften? Ein Stift und ein grosses Blatt Papier sind weit unterhaltsamer als animierte Textfelder und aus dem Internet kopierte Zitate. Wenn Sie mit ein paar Strichen ein Balkendiagramm hinkritzeln, dann sind die Zuhörer weit besser eingebunden. Zudem: Inszenieren Sie das Sprechen und Zeichnen dramatisch, zögern Sie Momente der Auflösung hinaus. 

Text-Bild-Kontrast
Heutige Werbung, die als interessant und kreativ gilt, setzt immer auf eine starke Bildsprache. Der Text dazu mag lakonisch sein, das Bild ist es nicht. Sondern im besten Fall einzigartig, noch nie gesehen und hat wenigstens einen witzigen Inhalt. Wenn Sie das Bild mit Ihrer Aussage verbinden, verankern Sie es als Aufhänger für den Inhalt in den Köpfen der Zuhörer. Beispiel aus der Werbung: Suva-Kampagnen der letzten Jahre. Zur Not geht auch ein Bild, das zumindest im Zusammenhang überraschend wirkt. Und wenn Folien, dann eine einzige Aussage pro Stück!

Interaktiv
Bauen Sie Sequenzen ein, in denen die Zuhörer sich untereinander austauschen oder eine Antwort finden müssen. Das belebt das Ganze.

Informationen bündeln
Der Mensch kann nicht mehr als sieben Informationseinheiten gleichzeitig verarbeiten. Präsentieren Sie deshalb kurz und prägnant, ohne allzu viele Detailinformationen. Das macht Ihnen und den Zuhörern das Leben einfacher. Zusatzinfos können Sie eventuell schriftlich abgeben. 

Im Mittelpunkt
Weder die Technik noch der Flipchart noch die Leinwand stehen im Fokus. Sondern Sie. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes, denn die Geräte befinden sich seitlich von Ihnen. Wenn sie nicht benötigt werden, sind sie ausgeschaltet. 

Der gute Redner...

… spricht direkt zum Publikum.
… passt die Ausdrucksweise der Zuhörerschaft an.
… unterstreicht wichtige Punkte.
… variiert Tonfall und Lautstärke.
… macht Redepausen.
… unterstreicht die Worte mit passenden Gesten.
… steht nicht wie eine Statue da.
… verstärkt den Eindruck durch die Mimik.
… hat Humor.
… liebt seine Zuhörer.
… pflegt das Understatement.


Charme statt Scharmützel

Mit diesen vier Attributen sind Sie fast jeder Situationim Geschäfts- und Privatleben gewachsen. Anständig, aufmerksam und grosszügig agieren und dabei authentisch wirken, so lassen sich die allermeisten Gegebenheiten mit Bravour bewältigen. «Triple A plus G» schafft einerseits Nähe und auf der anderen Seite Distanz, so paradox das klingen mag. Und: Es gibt keine absolute Freiheit für Menschen, wie es auch keine absolut geltenden Benimmregeln gibt. Gesunder Menschenverstand ist immer da vonnöten, wo situationsgerechtes Verhalten Sympathien schafft.

Gewiss sind Ungewissheiten

Sich charmant, selbstbewusst, angemessen und souverän verhalten, so könnten ideale Umgangsformen umschrieben werden. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Denn biografische Brüche, berufliche Deregulierungen und postmoderne Beliebigkeit prägen heute die Existenz. Das Erwerbsleben ist keine vorgefertigte, auf Jahrzehnte planbare Karriereleiter mehr, der real existierende Kapitalismus zeigt zuweilen eine grässliche Fratze. Auch im privaten Bereich häufen sich Neuorientierungen, die Lebensverhältnisse sind unübersichtlich geworden. Anpassungsfähigkeit wird allseits eingefordert, weil Religion, Beruf, soziale Schicht und Familie nicht mehr jene steuernden Elemente bilden wie früher. So wird jede und jeder zum Einzelkämpfer.

Es ist eine Ich-Gesellschaft geworden, in der das Propagieren von «inneren Leitplanken» vielleicht als nicht sehr modern gilt. Höflichkeit wird denn auch mancherorts als Zeichen von Schwäche oder von Spiessigkeit interpretiert – ein Irrtum! Gute Manieren erlauben, sich selbstbewusst auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und den Moment zu leben, ohne gleich Abgründe von möglichem Fehlverhalten sehen zu müssen. Sie lassen einen selbstbestimmt, abgeklärt und umsichtig (inter-)agieren. Das Wort «cool» darf in diesem Zusammenhang ausnahmsweise bemüht werden. Es hat mit Selbstmarketing zu tun und kann zum persönlichen USP werden.

Nicht das Lächeln trainieren, sondern das Herz. Gerade auch in Zeiten des scheinbar ungehemmten Eindringens der Ökonomie in sämtliche Berufs- und Lebenswelten.

DIE ETIKETTEN VON VERSAILLES

Um das ungenierte Treiben seines Hofstaats in geregeltere Bahnen zu lenken, liess der Sonnenkönig Louis XIV in den Gebäuden und im Garten seines Schlosses kleine Schilder – französisch: étiquettes – mit Ge- und Verboten aufstellen. Seither hat das Wort internationale Karriere gemacht und wird auch im Deutschen und Englischen verwendet.


Haltung bei Tisch

Nehmen Sie eine aufrechte Position ein. Die Arme sind in Körpernähe, die Ellbogen werden während der ganzen Mahlzeit nicht auf die Tischfläche gelegt.

Erst nach dem Dessert kann es diesbezüglich etwas mehr Freiheiten geben. Das Essen wird zum Mund geführt und nicht umgekehrt. Wer fortwährende Wippbewegungen zum Teller hin und wieder weg als ehrfürchtiges Verneigen vor den Künsten der Kochmannschaft versteht, sitzt beim nächsten Businesslunch wahrscheinlich am untersten Ende. Hallo! Das gilt auch für Sie ganz hinten links! Sind jetzt etwa Einwände zu hören - gar mit vollem Mund? Sie wurden gewarnt, die folgenden Minuten sind nichts für Weicheier.

Ein Mund kann lügen, der Körper dagegen kann es nicht. Man muss sich seine Kontrolle antrainieren (fragen Sie Roger Federer!), und wer Manieren nur bei vermeintlich wichtigen Gelegenheiten hervorkramen will, hat wahrscheinlich schon verloren.

Die Kaffeetasse wird schnell an der Wand statt am Henkel gehalten, Brotkrumen werden mit feuchtem Finger aufgetupft, man greift über den Tisch hinweg mit ganzem Körpereinsatz nach dem Salzstreuer.

Alles in Butter so weit? Eigentlich seit der Kindheit bekannt und deshalb nur der Vollständigkeit halber erwähnt, noch folgende Hinweise:

  • Keine zu mächtigen Stücke schneiden und in den Mund stopfen.
  • Vor dem Trinken den Mund mit der Serviette abtupfen.
  • Mit geschlossenem Mund kauen.
  • Nichts gierig hinunterstürzen.
  • Beim Servieren (am Buffet) den Teller nicht überfüllen.
  • Unterarme auf der Tischkante oder Hände im Schoss.
  • Füsse auf dem Boden.

DER SPREIZFINGER

Es soll ja Leute geben, die beim Halten von Tee- und Kaffeetassen oder Trinkgläsern immer noch den kleinen Finger abspreizen. Bis ins 18. Jahrhundert trug man zwar einen langen Kleinfinger-Nagel zum Zeichen, dass man es nicht nötig hatte, körperliche Arbeit zu verrichten, und dieser Körperschmuck kam natürlich in den Weg, wenn es ums Halten von Trinkgefässen ging. Vorbei diese Zeiten – heute ist es keinesfalls ein Zeichen für einen blaublütigen Stammbaum, sondern nur blauäugig!


Spezialfälle der Essklasse

STEHAPÉRO

Ein Weinglas, ein Teller, eine Serviette und dann noch eine Hand frei haben für die Begrüssung? Hört sich kompliziert an. Mit etwas Übung lassen sich solche Situationen in den Griff kriegen. Beim Stehapéro bewegt man sich von Stehtisch zu Stehtisch, plaudert und isst etwas zwischendurch. Grösstes Problem dabei: das Entsorgen von Spiesschen, Schalen von Krustentieren und Ähnlichem. Wenn Sie einen Teller zur Hand haben oder einer auf 

einem der Tische steht, werden die Überbleibsel dort deponiert – nicht aber in einem Aschenbecher. Oder sie werden dem Personal ausgehändigt, notfalls auch in eine Serviette gewickelt.

FINGERSCHALE - FINGERFOOD

Fakt 1:
Zu Ehren eines einfachen Bauern, der sich besonders verdient gemacht hatte, wurde am spanischen Hof ein Festmahl gegeben. Im Lauf des Mehrgängers wurden Schalen zum Reinigen der Finger hingestellt. Der Bauer, nicht lange zögernd, ergriff seine und trank das Zitronenwasser aus. Worauf es ihm der König und danach geistesgegenwärtig der ganze Hofstaat gleichtaten. Schöne Geschichte, finden Sie auch?

Fakt 2:
Es gibt Speisen, die Sie absolut konform mit den Fingern essen dürfen. Wird eine Fingerbowle (oder ein Zitronentuch) gereicht, wird das sogar erwartet. Die Stoffserviette, die sich allenfalls unter der Schale befindet, benützen Sie zum Trocknen der Finger. Fehlt die Fingerschale allerdings, sollten Sie das Besteck verwenden. 

  • Artischocke: Sie isst sich zu Beginn mit Fingern. Wenn das sogenannte Heu erscheint, entfernen Sie es mit Messer und Gabel, den so freigemachten Boden essen Sie ebenfalls mit dem Besteck. 
  • Spargeln: Mit den Fingern essen! Wurden sie über den optimalen Garpunkt gekocht, hängen sie jedoch arg schief und liessen sich nur von oben her in den Mund halten. In einem solchen Fall nehmen Sie eine Gabel und stützen die Verhältnisse etwas. Ist keine Fingerbowle vorhanden, nehmen Sie Messer und Gabel und beginnen beim Kopf. 
  • Geflügel und Koteletts: Sie werden nicht von Hand, sondern mit Messer und Gabel verspeist. Die aufgetischte Bowle bei einem Gang mit kleinerem Geflügel wäre allerdings ein Fingerzeig, es mit Gotteswerkzeug zu tun. An einem formellen Essen sollten Sie bei Koteletts und Pouletschenkeln mit Besteck hantieren; im privaten Kreis ist der Fingergriff zum Abnagen am Schluss völlig in Ordnung – elegant und einhändig, bitte.

FISHY STUFF

In der Regel wird einem Fischgericht auch die entsprechende Gabel und ein adäquates Messer zur Seite gelegt. Nicht immer allerdings. An einfacheren Orten mit nur wenigen Fischgerichten – etwa den obligaten Fischknusperli – kann auch ganz normales Besteck aufgetischt werden. Wie gehen Sie in solchen Fällen vor? Richtig, Sie zerteilen das Stück nur mit der Gabel und lassen das Messer unbenutzt. Weitere Köder für Ihren Wissenshunger:

AUSTERN

Geräuschvolles Schlürfen erlaubt! Wenn sie offen auf den Tisch kommen (normalerweise), lösen Sie mit der Austerngabel (rechts des Tellers!) das Fleisch von der Schale, würzen das Ganze mit Zitronensaft und Pfeffer und schlürfen es zusammen mit dem Meerwasser aus der Schale. 

MOULES MARINIÈRES

Zu Beginn befreien Sie das Fleisch einer Muschel mit der Gabel aus der Schale. Danach gebrauchen Sie die erste Muschel als Zange und kneifen auf diese Weise alle anderen Stücke heraus. Die Brühe löffeln Sie, wenn Sie mögen, mit einem Suppenlöffel aus oder verwenden ein Stückchen Brot zum Auftunken, kein Problem.

SHRIMPS & CO.

Ihnen rücken Sie zu Leibe, indem Sie mit der linken Hand den Kopf fassen und mit der rechten das Schwanzende durch Brechen und Drehen abtrennen. Ist keine Fingerbowle gereicht worden, tun Sies per Messer und Gabel und trennen auch den schwarzen Faden (den Darm) vom Fleisch.

Nicht das Gesicht verlieren – mit Stäbchen essen

Sie können davon ausgehen, dass das, was in unseren Breitengraden unschicklich ist, auch bei Mahlzeiten in Asien – oder mit asiatischen Kunden in der Schweiz – unangebracht wäre. Seien Sie aber versichert, dass Asiaten äusserst tolerant im Umgang mit Ausländern sind und keinesfalls erwarten, dass Sie sich als Meister im Umgang mit Essstäbchen zeigen. Im Gegenteil: Fällt der Europäer mit Ungeschicklichkeit auf, fühlen sie sich in ihrer Eigenart bestätigt. Sie würden auch niemals und niemandem zu verstehen geben, dass dies oder jenes nicht ihrer Etikette entspricht. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie gezielt nach, denn Höflichkeit und Respekt geniessen einen hohen Stellenwert in diesen Ländern. 

SCHLECHTE FALLE MIT ASIATISCHEM

Stäbchen kreuzen? Niemals – das ist ein weitverbreitetes Symbol für den Tod (bei uns heisst das Pendant: den Löffel abgeben!).

  • Essstäbchen in die Reisschale stecken – das ist in Japan ein Symbol für Trauer.
  • Mit den Stäbchen auf andere Leute zeigen – tut man ja auch nicht mit dem Besteck hierzulande.
  • Weiterreichen von Essen mit Stäbchen. Man benützt dafür einen Extrateller und dreht die dickere Seite der Stäbchen nach vorn (jene, die noch nicht im Mund war!).
  • In China und Japan können die Stäbchen zum «Schaufeln» verwendet werden, indem die Schüssel zum Mund geführt wird. In Korea dagegen ist das ein absolutes No-Go.

Allgemeiner Tipp:
Schauen Sie zuerst zu, wie Leute vorgehen, die sich auskennen in der Materie. Das gibt Ihnen Hinweise für Ihr eigenes Verhalten. Eine Regel, die selbstverständlich universell gilt. Am Schluss der Mahlzeit legt man übrigens die Stäbchen nicht auf die Schüssel, sondern aufs Tablett.


Aufgetischt – korrektes Verhalten beim Essen

Mit vollem Mund sprechen, die Suppe vom Löffel schlürfen, die Ellbogen auf den Tisch abstützen: keine Esssituation, in der nicht kleine oder grössere Sünden aufgetragen würden. Machen Sie sich diesbezüglich keine Illusionen – während Sie ein Kleidergeschäft tipptopp angezogen verlassen können, ist es vergleichsweise sehr viel schwieriger, dies unter würdigen Umständen bei Tisch zu tun. Ob jemand seine Kindheit in der Steinzeithöhle verbracht hat, manifestiert sich nirgends schneller und spektakulärer als beim Essen. 

Ein Beispiel gefällig? Schätzungsweise 29,47 Prozent der jüngeren Bevölkerung von, sagen wir, unter 30 hält die Gabel zwischen dem Daumen und den anderen Fingern – beim Schneiden von Fleisch etwa. Womöglich ragt das Griffende noch hinten heraus. Das sieht im besten Fall (in der Kantine) unschön und im schlechtesten (Kundenessen) kriminell aus. 

Natürlich spielt es eine Rolle, unter welchen Umständen Sie essen. Vorausgesetzt, es sind keine Mampfgeräusche zu hören, dürfen Sie Ihren Snack in der Koje des Grossraumbüros essen, wie Sie wollen – Fingerablecken inklusive. Seien Sie sich jedoch bewusst: Das Güggelibein von Menü 1, das Sie im Kollegenkreis in der Hand halten (absolut okay), wird plötzlich ziemlich sperrig und hat unangenehme Spritzeigenschaften, wenn ihm am Businesslunch mit Messer und Gabel beizukommen ist. Die Art und Weise wie sich jemand am Tisch benimmt, ist mit einem Striptease vergleichbar: Wenige können es wirklich gut, schnell gibt man sich der Lächerlichkeit preis. Deshalb, angetreten zur Befehlsausgabe, mit der schweizerischen Gemütlichkeit ist es für eine Weile vorbei!

AUF DIE HARTE TOUR 

Fragen Sie einmal Ihre Grosseltern, wie sie gelernt haben, die Ellbogen beim Essen immer körpernah zu halten! Es wurde ihnen je ein Buch unter die Achseln geklemmt. Fiel eines während der Mahlzeit auf den Boden, war auch das mit dem Dessert gegessen. Das jedenfalls ist Gesprächsstoff, der Appetit auf weitere Anekdoten von früher macht, finden Sie nicht? Fragen Sie nach!

Der Umgang mit Messer, Gabel und Co.

Die wichtigste Regel beim Verwenden von Besteck lautet, dass es möglichst diskret einzusetzen ist – visuell und akustisch. Und: Es sieht viel schöner aus, wenn die Griffe jeweils ganz hinten gehalten werden. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie nur Gabel oder Gabel und Messer verwenden sollen, warten Sie, bis andere am Tisch sich diesem Problem stellen. Ist es falsch, sind Sie wenigstens nicht allein. Ein Rat, der sich in vielen anderen Situationen ebenfalls bewährt: Nicht vorschnell agieren, sondern schauen, wie es andere machen. Wenn Sie falsches Besteck verwendet haben und deshalb für spätere Gänge schlecht aufgestellt wären, bitten Sie um Ersatz. Ohne besondere Entschuldigung oder Erklärungen.

Weiter: Machen Sie eine Pause und benützen Sie das Besteck eine Zeit lang nicht, kommen Messer und Gabel (mit den Zinken nach unten) in einer 20-nach-8-Stellung auf dem Teller zum Ruhen – ohne dass die Griffe den Tisch berühren. Der Grund: Der Tellerrand soll stets sauber bleiben. Besteck, das einmal das Tischtuch verlassen hat, berührt dieses nicht mehr. Nach dem Gang wird es parallel bei 4 Uhr auf den Teller gelegt, das Messer oben, die Gabel unten.

Der Suppenlöffel kommt jeweils nicht in der leeren Suppentasse zu ruhen, der Glacelöffel nicht im Coupebecher. Beide werden auf dem Unterteller parkiert.

Wer bis hierher zur Meinung kam, der Herr Knigge sei übertrieben altmodisch und stur punkto Tischmanieren und es gäbe durchaus Situationen, in denen es falsch wäre, sich übermässig korrekt zu verhalten, dem sei jetzt die Hand zur Versöhnung gereicht: Ja, wenn Benimmregeln zur Abgrenzung oder zur Herabminderung anderer Leute dienen, dann sind sie nichtig, dumm und Ausdruck ungebührlicher Arroganz. Wenn sich beim Essen mit dem Kunden offenbart, dass dieser die Kinderstube mit dem Traktor durchfahren und dabei selbst die gängigsten Regeln nicht aufgegabelt hat, dann erübrigt sich überdistinguiertes Verhalten. Sie könnten zu Recht als snobistisch und lackaffig rüberkommen. 

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