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Flugzeugknigge!

Ferien bedeutet nicht Abschied nehmen von den guten Umgangsformen. Auch im Flugzeug oder am Ferienort könnte man Sie kennen. Also verhalten Sie sich auch fernab des Büros höflich und korrekt.


Bereits im Flieger gibt es Einiges zu beachten!


1. Höflich gegenüber dem Personal
Grüssen Sie mit einem Lächeln und Augenkontakt. Falls Ihnen dies nicht gelingt, sollten Sie zumindest den Gruss erwidern. Oft wird das Bordpersonal wie Luft behandelt.

2. Gruss an den Sitznachbarn
Einen Gruss oder zumindest ein Lächeln oder Nicken ist wünschenswert. Falls Sie kein weiteres Gespräch wünschen, signalisieren Sie dies mit einem Blick in eine Zeitschrift oder Buch oder nutzen das Filmangebot. Oder Sie teilen mit, dass Sie sich von Ihrem Bürojob erholen müssen.

3. Kleine Handreichungen
Geben Sie das Tablett weiter. Helfen Sie beim Versorgen des Gepäcks falls nötig. Heben Sie etwas vom Boden auf, wenn etwas runterfällt.

4. Fenster blockieren
Sitzen Sie am Fenster, ist es unhöflich, wenn Sie am hellen Tag die Fensterabdeckung schliessen weil sie einen Film schauen möchten oder schlafen. Fragen Sie zuerst. Auch das Verdecken des Fensters mit Ihrer ausgebreiteten Zeitung, vorallem bei Start und Landung ist für den Sitznachbarn unangenehm.

5. Alle 10 Minuten aufstehen
Häufige Toilettengänge, mehrfaches Öffnen der Gepäckablage um etwas herauszuholen ist unangenehm. Holen Sie den Pulli aus dem Koffer, wenn Sie sowieso aufstehen und auf die Toilette müssen oder gehen Sie gleich nach Ihrem Sitznachbarn auf die Toilette.

6. Laut sprechen
Lautes Diskutieren mit anderen Personen, vorallem im Stehen und in der Warteschlaufe zur Toilette ist für die Passagiere rund herum ein Ärgernis.

7. Armlehne
Die Armlehne gehört nicht Ihnen. Falls Ihr Sitznachbar die Armlehne für sich beansprucht, fragen Sie ob Sie für die nächste Stunde die gemeinsame Armlehne für sich nutzen dürfen. 

8. Stuhl rütteln
Etwas vom Unangenehmsten ist das Rütteln am Sitz des vorderen Sitznachbarn. Es kann ihn vielleicht sogar aus dem Schlaf holen. Mit etwas Schwung gelingt Ihnen das Aufstehen auch ohne ein Festhalten an der Armlehne des Vordermannes.

9. Lästern
Lästern beim Sitznachbarn oder beim Personal bringt gar nichts. Es bringt nur schlechte Stimmung und ändern können Sie nichts. Besser informieren Sie sich beim Personal und zeigen Verständnis für Verspätungen.

10. Hamstern
Wer beim Gratisangebot mehr als verträglich zuschlägt oder sogar hamstert hinterlässt keinen guten Eindruck. Noch schlimmer, wenn man die erbettelte Extraportion anschliessend liegen lässt.

11. Ordnung
Hinterlassen Sie den Sitzplatz nicht unaufgeräumt. Wenn Sie Zeitungen und Plastikmüll liegenlassen oder sogar auf den Boden werfen ist dies einfach nicht schön. Meistens sammelt das Bordpersonal die grösseren Abfälle ein und entsorgt sie in einem Abfalleimer. 

12. Neutral riechen
Weder schlecht riechen noch zu stark parfümiert ist angenehm für das Umfeld. Parfümieren Sie sich auch nicht vor Ort sondern besuchen Sie die Toilette. Vermeiden Sie, die übel riechenden Füsse auf die Seite des Sitznachbarn oder in den Gang zu strecken. Das Personal sorgt im Notfall mit einem Raumduftspray für einen angenehmen Duft in der Kabine.

Wichtig! Denken Sie daran, man begegnet sich oft zweimal im Leben. Benehmen Sie sich so, dass Sie dem Sitznachbarn oder der Flight Attendant später wieder mit gutem Gefühl in die Augen schauen können.

Ein höfliches und zuvorkommendes Benehmen wird meistens honoriert. Das Bordpersonal zaubert unerwartet doch noch eine Zeitung hervor oder erlaubt das extra Gepäckstück. Oder der Sitznachbar hat vielleicht einen guten Restauranttipp am Ankunftsort für Sie bereit oder schenkt Ihnen sein Schockoladen-Give-Away!

Wenn dies alles nichts hilft, stellen Sie sich vor, bei Ihrem Sitznachbarn handelt es sich um Ihren zukünftigen Chef oder bei der Nachbarin um die potentielle Schwiegermutter. Würden Sie sich dann Ihrer mitfliegenden Person gegenüber anders benehmen?


Susanne Abplanalp 
Know-how und Leidenschaft für den souveränen Auftritt

Seit 2012 selbstständige Trainerin, Beraterin, Coach und Referentin für nationale und internationale Konzerne, KMU, Organisationen und Weiterbildungsinstitute. Verhandlungs- und Kommunikationskurse für Procure.

Über 25 Jahre Erfahrung als Marketingfachfrau, Verkaufsleiterin und Einkäuferin mit Führungsfunktion in verschiedenen Unternehmen.

Die Inhalte dieses Blogs stammen zum Teil aus dem Buch von Susanne Abplanalp. Im Office-Knigge finden Sie über 150 Praxistipps, zahlreiche Formulierungsbeispiele und persönliche Anekdoten, wie man überzeugend auftritt, Kunden wertschätzt und im Team erfolgreich ist.

Der Office-Knigge
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Susanne Abplanalp führt Sie humorvoll und persönlich durch den Büroalltag und erklärt, warum sich wertschätzende Umgangsformen wirklich lohnen.

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