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Weihnachtsfeier

Die Weihnachtsfeier der Firma bietet viele Gelegenheiten, ins Fettnäpfchen zu treten. 6 Tipps wie Sie diese umgehen.

Anmeldefrist beachten

Die Einladungskarte zur Weihnachtsfeier flattert frühzeitig auf Ihren Bürotisch. Sie warten jedoch das Datum der Anmeldefrist ab oder noch schlimmer: Sie verpassen, sich anzumelden. Wenn Sie sich lange überlegen, ob Sie teilnehmen möchten, und sich mit Kollegen Ausreden ausdenken, macht dies schnell einmal die Runde. An- und Abmeldungen sollten bereits ein paar Tage nach Erhalt der Einladung getätigt werden. Sonst macht es leicht den Anschein, dass Sie noch auf eine bessere Einladung gewartet habe

Zu viel Alkohol vermeiden

Wie viel ist erlaubt? Gefahr Nummer eins an Weihnachtsfeiern ist zu hoher Alkoholgenuss. Leider lockert Alkohol nicht nur die Zunge, sondern auch die Selbstkontrolle. Und die Selbstwahrnehmung wird schon nach ein paar Drinks stark verändert – dies selten zum Vorteil des Betroffenen. Dem Chef in diesem Zustand das Du anzubieten oder sich gar beleidigend über den Vorgesetzten zu äussern, kann in letzterem Fall sogar zur fristlosen Kündigung führen.

Wer bei der Feier nicht auf Alkohol verzichten möchte, kümmert sich schon im Vorfeld um eine Fahrgemeinschaft oder lässt sich von einem Taxi nach Hause chauffieren. Wasser oder Säfte sind eine gesunde Alternative zu Wein und Bier.

Auf Büroflirts verzichten

Dass sich rund die Hälfte aller Paare über den Beruf kennenlernen, ist eine Tatsache. Gegen einen kleinen Flirt haben die Firmenchefs auch nichts einzuwend. Offensichtliches Flirten oder Berührungen und Zärtlichkeiten austauschen, gehört sich an der Weihnachtsfeier des Geschäfts aber nicht. Wenn man sich wirklich in ein nettes Gegenüber verliebt, zahlt sich Diskretion auch hier aus. Man sollte dann besser ein privates Treffen zum Kaffee in den nächsten Tagen vereinbaren. Fernab aller Bürokollegen.

Gepflegte Kleidung

Mit einem korrekten und gepflegten Aussehen zeigt man dem Gegenüber Wertschätzung. Meist ist der Dresscode auf der Einladung vermerkt. Wenn nicht, darf man auch nachfragen. Die Bekleidung richtet sich auch nach dem Motto und Lokal. Generell gilt, besser overdressed als underdressed zu sein, jedoch ohne zu übertreiben. Hauptsache: Ihre Erscheinung ist gepflegt. Es darf auch ein Kleidungsstück sein, dass Sie normalerweise nicht zur Arbeit tragen. Dies zeigt auch, dass der Anlass für Sie etwas Spezielles bedeutet.

Positive Gesprächsthemen

Als oberste Regel bei der Weihnachtsfeier gilt: Lassen Sie Themen aus dem Geschäftsalltag im Hintergrund. Im Job können sich solche Gespräche leicht zum Bumerang entwickeln. Ganz out: Gespräche mit dem Chef über die eigenen Karriereaussichten. Vermeiden Sie Indiskretionen und verzichten Sie auf Floskeln. Erzählen Sie harmlose Anekdoten oder plaudern Sie über neue Kinofilme, das geplante Weihnachtsessen mit der Familie oder die bevorstehenden Winterferien.

Nicht zu früh gehen

Wenn Sie nur widerwillig am Anlass teilnehmen, sich aber das feine Essen nicht entgehen lassen möchten, so verlassen Sie den Tisch nicht sofort nach der Nachspeise, um irgendwo noch eine andere Party zu besuchen. Ein zu schnelles Verschwinden zeigt, dass Ihr Erscheinen eher eine Alibiübung war und Sie jetzt Besseres geplant haben. Bleiben Sie noch mindestens 30 Minuten nach dem Kaffee. Verabschieden Sie sich vom Gastgeber und zumindest den Kollegen an Ihrem Tisch.

Autor: Susanne Abplanalp
Quelle: Susanne Abplanalp, Knigge-Trainerin und Referentin


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Der stilvolle Gastgeber

Bei oder nach einem Geschäftsessen werden häufig Aufträge vergeben. Wenn Sie als Gastgeber bei einem solchen Geschäftsessen auftreten, sollten Sie einen guten Eindruck hinterlassen.

Idealerweise hat sich der Gastgeber im Vorfeld eines geschäftlichen Essens schon mal über seine Gäste informiert. Er weiss, worüber er sich mit ihnen unterhalten will, kennt idealerweise ihre kulinarischen Vorlieben. Denn sollte er den Veganer in ein Steakhouse eingeladen haben, wird er sich mit viel Charme und Einfallsreichtum aus dieser Situation befreien müssen. Mit einer seriösen Vorbereitung zum Businesslunch macht der Gastgeber eine gute Figur.!

Das richtige Lokal finden

Wählen Sie ein Restaurant aus, das Sie bereits kennen oder das Ihnen empfohlen wurde. Sie sind viel entspannter, wenn Sie wissen, dass das Essen gut, der Kellner freundlich und der Raum nicht zu lärmig ist. Bei ganz wichtigen Lunchterminen recherchieren Sie vorher, ob sich das Lokal für den gegebenen Anlass auch tatsächlich eignet. Sind Speisen auf der Karte, die Ihr Gast bevorzugt? Dies setzt voraus, dass Sie ihn bereits nach seinen kulinarischen Vorlieben gefragt haben. Zudem: Ist der Service aufmerksam und sind die Wartezeiten akzeptabel? Kennen Sie den Chef oder das Serviceteam und werden Sie mit Nachnamen begrüsst? Denn Achtung: Restaurants, in denen Sie mit Vornamen begrüsst werden, sind für Geschäftsessen nicht immer empfehlenswert. Oder wollen Sie, dass der herzliche Patron beim Gruss aus der Küche noch Details von der letzten Geburtstagsfeier erzählt? Haben Sie nur ein kleines Zeitbudget zur Verfügung, ist auch ein Lunch im Mitarbeiterrestaurant eine gute Möglichkeit (sofern die Qualität dort stimmt).

Das Menu wählen

Der Gast wählt aus der Karte, was ihn gerade gelüstet. Sie können ihn bei seiner Wahl trotzdem ein wenig unterstützen und ihm eine Empfehlung abgeben oder sagen, was Sie bestellen werden. So weiss er zum Beispiel, dass Sie den Menusalat nicht als Hauptspeise nehmen und in welcher Preislage sich Ihr Essen bewegen wird. Der Gast wählt dann die Vor- und Hauptspeise in der gleichen Preislage.

Die volle Aufmerksamkeit schenken

Je aufmerksamer Sie sich um den Gast kümmern, umso wohler fühlt er sich. Achten Sie darauf, dass Ihr Gegenüber stets genügend Wasser hat und geben Sie ihm den Brotkorb oder die Pfeffermühle, sollte das Gewünschte nicht in seiner Reichweite liegen. Fragen Sie nach, ob ihm das Essen schmeckt. Seien Sie nicht zu aufdringlich und doch stets umsichtig. Sollten Sie nach dem letzten Brötchen greifen oder sich nur auf den eigenen Teller konzentrieren, wirkt das egoistisch. Auch das Benutzen des Handys während des Essens vermeiden Sie selbstverständlich. Sie sind jetzt voll und ganz für Ihren Gast da; Sie können ja nicht auf allfällige Nachrichten reagieren. Stellen Sie Ihr Telefon lautlos oder aktivieren Sie den Flugmodus und lassen Sie es während des ganzen Treffens in der Tasche.

Autor: Susanne Abplanalp
Quelle: Der Office-Knigge


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Der rücksichtsvolle Gast

Als Gast nimmt man eine bestimmte Rolle ein. Man ist freundlich und zeigt sich von seiner besten Seite. Ein Gast, der sich nach der Feier bereit erklärt den Tisch abzuräumen, ist weitaus lieber gesehen als solche, die nichts tun, sich selbst bedienen, alles verwüsten und dann grusslos abhauen.

Ist Ihr Lieblingsrestaurant so gemütlich wie Ihr Zuhause? Wunderbar. Das heisst jedoch nicht, dass Sie selbstständig die Fenster öffnen, nur weil es Ihnen zu warm ist oder, dass Sie sämtliche Stühle und Bänke mit Ihren Jacken, Taschen und anderem Gepäck belegen oder gar die Schuhe unterm Tisch ausziehen. Sollte etwas Aufregendes am Nebentisch vor sich gehen, lehnen Sie sich nicht herüber, um besser mitzuhören. Sie stören damit die Privatsphäre der anderen Gäste. Sollten Sie wissen wollen, was dort drüben serviert wurde, fragen Sie lieber direkt den Kellner.

Auf Fotos verzichten

Selfies mit dem Hummer oder überhaupt Fotos von Ihrem appetitlich angerichteten Teller wirken auf die anderen Gäste störend. Und wer garantiert, dass Sie dabei nicht noch den Herrn Müller vom Nebentisch mit Frau Meier statt Müller ablichten und danach gar auf Facebook stellen? Fotografieren Sie auch die Etikette der Weinflasche nicht. Bitten Sie lieber den Kellner, für Sie den Wein und den Winzer auf einer Karte zu notieren, das hat mehr Stil. Vor allem in 5-Sterne-Restaurants wird das Fotografieren gar nicht gerne gesehen..

Die Tasche im Büro lassen

Der Gebrauch von Laptops wird in Restaurants nicht geschätzt. Ausser Sie sitzen im Lokal einer amerikanischen Kaffeehauskette, denn dort gehört dies beinahe zum guten Ton. Sollten Sie sich umgekehrt durch das auffällig laute Tastaturgeräusch anderer Gäste gestört fühlen, dürfen Sie dies dem Kellner mitteilen. Er wird den schreibenden Gast auf die Störung aufmerksam machen.

Autor: Susanne Abplanalp
Quelle: Der Office Knigge


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Behandeln Sie den Kellner gut

Das Sprichwort "Kunde ist König" ist bestimmt jedem bekannt. Das heisst jedoch nicht, dass der Kellner so behandelt werden kann wie man will. Der gegenseitige Respekt zwischen Kunde und Kellner ist sehr wichtig und nicht zu unterschätzen. Versetzen Sie sich in die Lage des Gegenüber. Wie würden Sie gerne behandelt werden?

Wird Ihnen die Speise mit einem herzlichen «Guten Appetit!» gereicht, dann dürfen Sie sich gerne bedanken. Wie, das ist selbstverständlich? Immer mal wieder kommt es vor, dass das Personal kaum beachtet und das Gespräch fortgesetzt wird, obwohl der Kellner mit heissen Tellern auf ein Zeichen zum Servieren wartet. Das ist mangelnde Wertschätzung. Behandeln Sie den Kellner gut – er wird es Ihnen mit einem hervorragenden Service danken.

Ihren Tisch reservieren

Wenn Sie telefonisch oder per E-Mail reservieren, dürfen Sie Ihren Tischwunsch dazu mitteilen. Ein Platz am Fenster oder die ruhige Ecke bei der Terrasse. Sagen Sie, dass Sie ein Gespräch führen möchten oder dass es ein wichtiger Anlass ist. Fragen Sie nach dem Namen, sollten Sie ihn nicht richtig verstanden haben und verabschieden Sie die Person mit Namen. Falls es mit der gewünschten Reservierung nicht klappt, können Sie immerhin mitteilen, dass Sie dies mit Frau Seiler so abgemacht haben. So steigen die Chancen, dass man sich bemüht, Ihnen trotzdem einen schönen Tisch zu geben.

Die Garderobe nutzen

Hängen Sie Ihren Mantel nicht über die Stuhllehne, oftmals versperren Sie damit dem Kellner den Weg zu Ihrem Tisch. Für Mäntel oder sperriges Gepäck gibt es eine Garderobe. Männer die keine Tasche bei sich tragen, lassen derweil Portemonnaie, Kugelschreiber und Handy im Veston stecken. Dieser bleibt beim Essen angezogen.

"Frölein!" oder wie?

In der Schweiz wird die Servicefachkraft nach Möglichkeit mit dem Namen angesprochen, zum Beispiel mit „Frau Egger“ oder „Herr Senzi“. Weder „Ober“ noch „Service“ noch „Frölein“ sind in der Schweiz korrekt. Im Idealfall stellt sich der Kellner selbst vor: „Ich bin Alex und heute für Ihren Tisch verantwortlich.“ Was aber nicht heisst, dass Sie den Kellner duzen sollen – ausser Sie sind in einem Szenelokal, indem sowieso jeder zu jedem „Du“ sagt. Steckt ein Namensschild am Hemd, schielen Sie drauf und nennen den Kellner bei seinem Namen.

Autor: Susanne Abplanalp
Quelle: Der Office Knigge


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Haltung bei Tisch

Für die richtige Haltung bei Tisch gilt eine einfache Regel: so aufrecht wie möglich. Die Tischmanieren sind kein Mittel der Selbstdarstellung. Sie sind da, um Speisen mit anderen auf eine genüssliche Art und Weise zu verzehren ohne störende Geräusche oder unschöne Anblicke.

Erst nach dem Dessert kann es diesbezüglich etwas mehr Freiheiten geben. Das Essen wird zum Mund geführt und nicht umgekehrt. Wer fortwährende Wippbewegungen zum Teller hin und wieder weg als ehrfürchtiges Verneigen vor den Künsten der Kochmannschaft versteht, sitzt beim nächsten Businesslunch wahrscheinlich am untersten Ende. Hallo! Das gilt auch für Sie ganz hinten links! Sind jetzt etwa Einwände zu hören - gar mit vollem Mund? Sie wurden gewarnt, die folgenden Minuten sind nichts für Weicheier.

Ein Mund kann lügen, der Körper dagegen kann es nicht. Man muss sich seine Kontrolle antrainieren (fragen Sie Roger Federer!), und wer Manieren nur bei vermeintlich wichtigen Gelegenheiten hervorkramen will, hat wahrscheinlich schon verloren.

Die Kaffeetasse wird schnell an der Wand statt am Henkel gehalten, Brotkrumen werden mit feuchtem Finger aufgetupft, man greift über den Tisch hinweg mit ganzem Körpereinsatz nach dem Salzstreuer.

Alles in Butter so weit? Eigentlich seit der Kindheit bekannt und deshalb nur der Vollständigkeit halber erwähnt, noch folgende Hinweise:

  • Keine zu mächtigen Stücke schneiden und in den Mund stopfen.
  • Vor dem Trinken den Mund mit der Serviette abtupfen.
  • Mit geschlossenem Mund kauen.
  • Nichts gierig hinunterstürzen.
  • Beim Servieren (am Buffet) den Teller nicht überfüllen.
  • Unterarme auf der Tischkante oder Hände im Schoss.
  • Füsse auf dem Boden.

DER SPREIZFINGER

Es soll ja Leute geben, die beim Halten von Tee- und Kaffeetassen oder Trinkgläsern immer noch den kleinen Finger abspreizen. Bis ins 18. Jahrhundert trug man zwar einen langen Kleinfinger-Nagel zum Zeichen, dass man es nicht nötig hatte, körperliche Arbeit zu verrichten, und dieser Körperschmuck kam natürlich in den Weg, wenn es ums Halten von Trinkgefässen ging. Vorbei diese Zeiten – heute ist es keinesfalls ein Zeichen für einen blaublütigen Stammbaum, sondern nur blauäugig!

Autor: Christoph Stokar
Quelle: Kolumnen 'Schweizer Business-Knigge'


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Spezialfälle der Essklasse

Ein Weinglas, ein Teller, eine Serviette und dann noch eine Hand frei haben für die Begrüssung? Hört sich kompliziert an. Mit etwas Übung lassen sich solche Situationen in den Griff kriegen.

STEHÀPERO

Beim Stehapéro bewegt man sich von Stehtisch zu Stehtisch, plaudert und isst etwas zwischendurch. Grösstes Problem dabei: das Entsorgen von Spiesschen, Schalen von Krustentieren und Ähnlichem. Wenn Sie einen Teller zur Hand haben oder einer auf einem der Tische steht, werden die Überbleibsel dort deponiert – nicht aber in einem Aschenbecher. Oder sie werden dem Personal ausgehändigt, notfalls auch in eine Serviette gewickelt.

FINGERSCHALE - FINGERFOOD

Fakt 1: 
Zu Ehren eines einfachen Bauern, der sich besonders verdient gemacht hatte, wurde am spanischen Hof ein Festmahl gegeben. Im Lauf des Mehrgängers wurden Schalen zum Reinigen der Finger hingestellt. Der Bauer, nicht lange zögernd, ergriff seine und trank das Zitronenwasser aus. Worauf es ihm der König und danach geistesgegenwärtig der ganze Hofstaat gleichtaten. Schöne Geschichte, finden Sie auch?

Fakt 2: 
Es gibt Speisen, die Sie absolut konform mit den Fingern essen dürfen. Wird eine Fingerbowle (oder ein Zitronentuch) gereicht, wird das sogar erwartet. Die Stoffserviette, die sich allenfalls unter der Schale befindet, benützen Sie zum Trocknen der Finger. Fehlt die Fingerschale allerdings, sollten Sie das Besteck verwenden. 

  • Artischocke: Sie isst sich zu Beginn mit Fingern. Wenn das sogenannte Heu erscheint, entfernen Sie es mit Messer und Gabel, den so freigemachten Boden essen Sie ebenfalls mit dem Besteck. 
  • Spargeln: Mit den Fingern essen! Wurden sie über den optimalen Garpunkt gekocht, hängen sie jedoch arg schief und liessen sich nur von oben her in den Mund halten. In einem solchen Fall nehmen Sie eine Gabel und stützen die Verhältnisse etwas. Ist keine Fingerbowle vorhanden, nehmen Sie Messer und Gabel und beginnen beim Kopf. 
  • Geflügel und Koteletts: Sie werden nicht von Hand, sondern mit Messer und Gabel verspeist. Die aufgetischte Bowle bei einem Gang mit kleinerem Geflügel wäre allerdings ein Fingerzeig, es mit Gotteswerkzeug zu tun. An einem formellen Essen sollten Sie bei Koteletts und Pouletschenkeln mit Besteck hantieren; im privaten Kreis ist der Fingergriff zum Abnagen am Schluss völlig in Ordnung – elegant und einhändig, bitte.

FISHY STUFF

In der Regel wird einem Fischgericht auch die entsprechende Gabel und ein adäquates Messer zur Seite gelegt. Nicht immer allerdings. An einfacheren Orten mit nur wenigen Fischgerichten – etwa den obligaten Fischknusperli – kann auch ganz normales Besteck aufgetischt werden. Wie gehen Sie in solchen Fällen vor? Richtig, Sie zerteilen das Stück nur mit der Gabel und lassen das Messer unbenutzt. Weitere Köder für Ihren Wissenshunger:

AUSTERN

Geräuschvolles Schlürfen erlaubt! Wenn sie offen auf den Tisch kommen (normalerweise), lösen Sie mit der Austerngabel (rechts des Tellers!) das Fleisch von der Schale, würzen das Ganze mit Zitronensaft und Pfeffer und schlürfen es zusammen mit dem Meerwasser aus der Schale. 

MOULES MARINIÈRES

Zu Beginn befreien Sie das Fleisch einer Muschel mit der Gabel aus der Schale. Danach gebrauchen Sie die erste Muschel als Zange und kneifen auf diese Weise alle anderen Stücke heraus. Die Brühe löffeln Sie, wenn Sie mögen, mit einem Suppenlöffel aus oder verwenden ein Stückchen Brot zum Auftunken, kein Problem.

SHRIMPS & CO.

Ihnen rücken Sie zu Leibe, indem Sie mit der linken Hand den Kopf fassen und mit der rechten das Schwanzende durch Brechen und Drehen abtrennen. Ist keine Fingerbowle gereicht worden, tun Sies per Messer und Gabel und trennen auch den schwarzen Faden (den Darm) vom Fleisch.

Nicht das Gesicht verlieren – mit Stäbchen essen

Sie können davon ausgehen, dass das, was in unseren Breitengraden unschicklich ist, auch bei Mahlzeiten in Asien – oder mit asiatischen Kunden in der Schweiz – unangebracht wäre. Seien Sie aber versichert, dass Asiaten äusserst tolerant im Umgang mit Ausländern sind und keinesfalls erwarten, dass Sie sich als Meister im Umgang mit Essstäbchen zeigen. Im Gegenteil: Fällt der Europäer mit Ungeschicklichkeit auf, fühlen sie sich in ihrer Eigenart bestätigt. Sie würden auch niemals und niemandem zu verstehen geben, dass dies oder jenes nicht ihrer Etikette entspricht. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie gezielt nach, denn Höflichkeit und Respekt geniessen einen hohen Stellenwert in diesen Ländern. 

SCHLECHTE FALLE MIT ASIATISCHEM

Stäbchen kreuzen? Niemals – das ist ein weitverbreitetes Symbol für den Tod (bei uns heisst das Pendant: den Löffel abgeben!).

  • Essstäbchen in die Reisschale stecken – das ist in Japan ein Symbol für Trauer.
  • Mit den Stäbchen auf andere Leute zeigen – tut man ja auch nicht mit dem Besteck hierzulande.
  • Weiterreichen von Essen mit Stäbchen. Man benützt dafür einen Extrateller und dreht die dickere Seite der Stäbchen nach vorn (jene, die noch nicht im Mund war!).
  • In China und Japan können die Stäbchen zum «Schaufeln» verwendet werden, indem die Schüssel zum Mund geführt wird. In Korea dagegen ist das ein absolutes No-Go.

Allgemeiner Tipp: 
Schauen Sie zuerst zu, wie Leute vorgehen, die sich auskennen in der Materie. Das gibt Ihnen Hinweise für Ihr eigenes Verhalten. Eine Regel, die selbstverständlich universell gilt. Am Schluss der Mahlzeit legt man übrigens die Stäbchen nicht auf die Schüssel, sondern aufs Tablett.

Autor: Christoph Stokar
Quelle: Kolumnen 'Schweizer Business-Knigge'


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Aufgetischt – korrektes Verhalten beim Essen

Mit vollem Mund sprechen, die Suppe vom Löffel schlürfen, die Ellbogen auf den Tisch abstützen: keine Esssituation, in der nicht kleine oder grössere Sünden aufgetragen würden.

Machen Sie sich diesbezüglich keine Illusionen – während Sie ein Kleidergeschäft tipptopp angezogen verlassen können, ist es vergleichsweise sehr viel schwieriger, dies unter würdigen Umständen bei Tisch zu tun. Ob jemand seine Kindheit in der Steinzeithöhle verbracht hat, manifestiert sich nirgends schneller und spektakulärer als beim Essen.

Ein Beispiel gefällig? Schätzungsweise 29,47 Prozent der jüngeren Bevölkerung von, sagen wir, unter 30 hält die Gabel zwischen dem Daumen und den anderen Fingern – beim Schneiden von Fleisch etwa. Womöglich ragt das Griffende noch hinten heraus. Das sieht im besten Fall (in der Kantine) unschön und im schlechtesten (Kundenessen) kriminell aus. 

Natürlich spielt es eine Rolle, unter welchen Umständen Sie essen. Vorausgesetzt, es sind keine Mampfgeräusche zu hören, dürfen Sie Ihren Snack in der Koje des Grossraumbüros essen, wie Sie wollen – Fingerablecken inklusive. Seien Sie sich jedoch bewusst: Das Güggelibein von Menü 1, das Sie im Kollegenkreis in der Hand halten (absolut okay), wird plötzlich ziemlich sperrig und hat unangenehme Spritzeigenschaften, wenn ihm am Businesslunch mit Messer und Gabel beizukommen ist. Die Art und Weise wie sich jemand am Tisch benimmt, ist mit einem Striptease vergleichbar: Wenige können es wirklich gut, schnell gibt man sich der Lächerlichkeit preis. Deshalb, angetreten zur Befehlsausgabe, mit der schweizerischen Gemütlichkeit ist es für eine Weile vorbei!

AUF DIE HARTE TOUR 

Fragen Sie einmal Ihre Grosseltern, wie sie gelernt haben, die Ellbogen beim Essen immer körpernah zu halten! Es wurde ihnen je ein Buch unter die Achseln geklemmt. Fiel eines während der Mahlzeit auf den Boden, war auch das mit dem Dessert gegessen. Das jedenfalls ist Gesprächsstoff, der Appetit auf weitere Anekdoten von früher macht, finden Sie nicht? Fragen Sie nach!

Der Umgang mit Messer, Gabel und Co.

Die wichtigste Regel beim Verwenden von Besteck lautet, dass es möglichst diskret einzusetzen ist – visuell und akustisch. Und: Es sieht viel schöner aus, wenn die Griffe jeweils ganz hinten gehalten werden. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie nur Gabel oder Gabel und Messer verwenden sollen, warten Sie, bis andere am Tisch sich diesem Problem stellen. Ist es falsch, sind Sie wenigstens nicht allein. Ein Rat, der sich in vielen anderen Situationen ebenfalls bewährt: Nicht vorschnell agieren, sondern schauen, wie es andere machen. Wenn Sie falsches Besteck verwendet haben und deshalb für spätere Gänge schlecht aufgestellt wären, bitten Sie um Ersatz. Ohne besondere Entschuldigung oder Erklärungen.

Weiter: Machen Sie eine Pause und benützen Sie das Besteck eine Zeit lang nicht, kommen Messer und Gabel (mit den Zinken nach unten) in einer 20-nach-8-Stellung auf dem Teller zum Ruhen – ohne dass die Griffe den Tisch berühren. Der Grund: Der Tellerrand soll stets sauber bleiben. Besteck, das einmal das Tischtuch verlassen hat, berührt dieses nicht mehr. Nach dem Gang wird es parallel bei 4 Uhr auf den Teller gelegt, das Messer oben, die Gabel unten.

Der Suppenlöffel kommt jeweils nicht in der leeren Suppentasse zu ruhen, der Glacelöffel nicht im Coupebecher. Beide werden auf dem Unterteller parkiert.

Wer bis hierher zur Meinung kam, der Herr Knigge sei übertrieben altmodisch und stur punkto Tischmanieren und es gäbe durchaus Situationen, in denen es falsch wäre, sich übermässig korrekt zu verhalten, dem sei jetzt die Hand zur Versöhnung gereicht: Ja, wenn Benimmregeln zur Abgrenzung oder zur Herabminderung anderer Leute dienen, dann sind sie nichtig, dumm und Ausdruck ungebührlicher Arroganz. Wenn sich beim Essen mit dem Kunden offenbart, dass dieser die Kinderstube mit dem Traktor durchfahren und dabei selbst die gängigsten Regeln nicht aufgegabelt hat, dann erübrigt sich überdistinguiertes Verhalten. Sie könnten zu Recht als snobistisch und lackaffig rüberkommen. 

Autor: Christoph Stokar
Quelle: Kolumnen 'Schweizer Business-Knigge'

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